Die Multiple Sklerose (MS), häufig auch Encephalomyelitis disseminata (ED), ist eine chronisch-entzündliche Entmarkungserkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), deren Ursache trotz großer Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt ist. Sie ist neben der Epilepsie eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter und von erheblicher sozialmedizinischer Bedeutung.
Die Erkrankung ist nicht heilbar, der Verlauf kann durch verschiedene Maßnahmen jedoch günstig beeinflusst werden. Entgegen der landläufigen Meinung führt die Multiple Sklerose nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen. Auch viele Jahre nach Beginn der Erkrankung bleibt die Mehrzahl der Patienten noch gehfähig.
Durch fehlende Kraft in Armen und Händen kann im Laufe der Zeit ein Überwechseln vom Rollstuhl auf den Fahrersitz nicht mehr möglich sein. Dieser Umstand macht das Fahren im Rollstuhl erforderlich. Die Lenktätigkeit und Bremsbetätigung muss technisch unterstützt werden. Bei Intentionstremor (Zittern in Armen und Händen) muss ergänzend die Hand in einem Lenkrad-Dreizack fixiert werden und die Empfindlichkeit des Gasbedienelementes darauf eingestellt werden.
Lähmungserscheinungen in den Armen- und Händen rufen eingeschränkte Bewegungsabläufe und Kräfteschwund hervor, die durch die Technik ausgeglichen werden kann. Störung der Bewegungskoordination (Ataxie) und Einschränkungen in der Feinmotorik (Handgeschicklichkeit) haben ebenfalls Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit und die Kraftreserven.
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